Geocaching Schwerin

Geocaching the City: Schwerin entdeckt GPS-Tourismus

Schnee, Wind und Kälte konnten den Teilnehmern in Schwerin an diesem Tag nichts anhaben. Sie hatten trotzdem Spaß bei ihrem Erstkontakt mit Geocaching, dem neuesten Trend unter den Freizeitbeschäftigungen in Deutschland. Für die Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern birgt dieser Trend ein neues, unerschlossenes touristisches Potenzial.

Urbane Schatzsuche
Doch was genau ist Geocaching eigentlich? Dabei geht man auf eine Art elektronischer Schatzsuche. Mit Hilfe einer Navigationsgerätes werden kleine Schatzkisten aufgespürt, Rätsel gelöst und dabei eben auch die Umgebung erkundet - zum Beispiel die Stadt Schwerin. Die Stadtmarketing-Gesellschaft hat die Zeichen der Zeit erkannt und stellt zehn Navigationsgeräte und drei Schatz-Routen für auflugshungrige Besucher bereit. Eben diese Routen wurden kürzlich getestet und für gut befunden. Jetzt können sie gebucht werden.

Lange Tour ohne Langeweile
Die Touren sind unterschiedlich. Die „850-Jahr-Tour“dauert bis zu acht Stunden, führt vorbei an historisch bedeutsamen
Orten und vermittelt durch ihren Begleitfragebogen zusätzliches Schwerin-Wissen. Der Anreiz der Schatzsuche, die den Teilnehmern einen zusätzlichen Spannungsbogen beschert, lässt die Zeit kurz werden. Das haben auch zwei Hoteliers aus Schwerin so wahrgenommen: „Wir vermieten ein Ferienhaus und überlegen, ob wir unseren Gästen dieses Angebot empfehlen. Da probiert man es vorher am besten selbst aus.“

Tendenz: Steigend
Der Trend weitet sich aus. „Erst ein Dutzend Städte in Deutschland bietet solche Touren an“, sagt Christian Keller von der Agentur Sportfaktor, die das Konzept mit entwickelt hat. Die hohen Zuwachszahlen der Geocaching-Community, die alleine in Deutschland schon rund 65.000 Aktive umfasst, sind ein Anzeichen dafür, dass andere Städte nachziehen werden. Zu finden gibt es einiges: Über 100.000 Caches, also Schätze, warten derzeit darauf gefunden zu werden.
GARMIN GPS Festival auf Zollverein
Garmin
Globetrotter
Marmot
Stiftung Zollverein
Landrover
WAZ